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Praktisches Lernen | IPLBayern.de -


Arbeitsblätter in der Schule

Die heutige Schulpolitik ist in fast jedem Bundesland unterschiedlich. Sogar verschiedene Anfangszeiten (beispielsweise die „nullte“ Stunde, also der Unterrichtsbeginn um sieben Uhr) ist in manchen Bundesländern Gang und Gebe, zumindest für Schüler der weiterführenden Schulen.

Doch es gibt auch einige Unterschiede, die sich bereits im Grundschulalter bemerkbar machen und Auswirkungen auf die gesamte spätere Schullaufbahn haben können. So werden in vielen Klassenzimmern schon ab der dritten Klasse Fremdsprachen (also Englisch) unterrichtet, an anderen Grundschulen wird die englische Sprache nicht ein einziges Halbjahr lang gelehrt. Logisch, das die Schüler, die bereits seit zwei Jahren Englisch sprechen, den Schülern, die mit der Weltsprache das erste Mal konfrontiert werden, einen weiten Schritt voraus sind. Treffen nun in der fünften Klasse diese zwei unterschiedlich geschulten Schülergruppen aufeinander, ist es nur selbstverständlich, dass sich Probleme in der Notenvergabe, als auch der möglichen Beteiligung der Neuanfänger im Unterricht ergeben. Zu weiteren Unterschieden gehören diverse Zwischenprüfungen, wie die seit zwei Jahren laufende „ZP 10“ oder die verschiedenen Nachmittagsbetreuungen der jüngeren Schüler, aber auch die Verpflegung ihrer Gelehrten bleibt den meisten Schulen überlassen.
Doch ein Punkt in dem sich fast alle Schulen ähneln, ist der Umgang mit Arbeitsblättern. Sie werden in der Stunde vom Lehrer ausgeteilt oder per „Hand-zu-Hand“ Verfahren unter den Schülern weitergereicht. Arbeitsblätter sind zum Lernen in der Schule nützlich. Der Schüler kann per Bleistift schon sein bisheriges oder neu erlerntes Wissen auf dem Blatt testen und bei der späteren Kontrolle mit der gesamten Klasse, seine eventuellen Fehler direkt korrigieren.
Doch die Arbeitsblätter haben auch ihre Nachteile. Zum Beispiel verschwinden die unzähligen losen Blätter nur allzu leicht im generellen Chaos mancher Schüler. Werden nicht spezielle Hefter, also Ordner oder Mappen für die Arbeitsblätter geführt, kann es somit schnell zum totalen Versagen des eigenständigen Lernens kommen.
Doch mit dem Anschaffen und vor allem mit dem Schleppen der unzähligen Ordner, ist vor allem den Schülern in den ersten Schuljahren nicht gerade geholfen. Die Folgen zu schwerer Schultaschen sind schließlich allgemein bekannt!

Doch auch in den späteren Jahren werden Besucher der Oberstufen mit Arbeitsblättern nicht verschont. In manchen Fächern werden schon gar keine Bücher mehr angeboten! Das gesamte Wissen muss entweder per Hand von der Tafel abgeschrieben, oder durch die ausgeteilten Arbeitsblätter vermittelt werden!
So sammelt der Durchschnittsschüler an die zweihundert Arbeitsblätter pro Halbjahr! Dafür dürfen dann die Eltern meist noch Kopiergeld bezahlen! Wobei man doch meinen sollte, dass das allgemeine Schulgeld auch für diese Kosten zu gebrauchen sei!
Außerdem schadet die Benutzung der Arbeitsblätter der Umwelt! Somit bleibt das Arbeitsblatt in den Augen vieler Schüler, Lehrer und Eltern ein heikles Thema!